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Samuel Hahnemann hatte das Ähnlichkeitsgesetz als eine wichtige Möglichkeit gefunden, Krankheit und Arznei einander anzupassen. Die Wirkung der Arznei sollte der Symptomatik der Krankheit möglichst ähnlich sein, dann findet Heilung statt. "Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden."

Das System war zwar gut, aber es tauchten Probleme mit der Stärke der Arznei auf.

So begann Hahnemann die Arzneien so weit zu verdünnen, bis sie Ihre Wirkung verloren.

Dann kam ihm die Idee die Arzneien zu verschütteln oder zu verrühren. Dadurch konnte er die Arzneien verdünnen ohne dass sie Ihre Wirkung verloren.

Er nannte diesen Prozess Potenzierung (Anreicherung mit Kraft) oder Dynamisierung.

Der Ähnlichkeitsgedanke war schon Hippokrates, quasi dem Ur-Vater aller Ärzte bekannt. Er schrieb:

Gesetz der Gegensätzlichkeit

»Diese Heilkunst ist ganz natürlich; zum Beispiel ist der Hunger eine Krankheit, wenn man alles so nennt, was den Körper anficht.

Was ist das Heilmittel gegen den Hunger ?

Das was ihn stillt, die Nahrung. Der Durst wird geheilt durch Trinken, die Überfüllung durch die Entleerung. Kurz das Gegensätzliche wird geheilt durch das Gegensätzliche, wenn die Ursache der Erkrankung bekannt ist.«[Baisette, S. 217-218]

Aber in den Fällen, wo die Ursache unbekannt ist, ist jenes Axiom ungültig. Dann gilt das zweite Indikationsgesetz, das Gesetz der Ähnlichkeit:

Gesetz der Ähnlichkeit

»Das Gleichartige wird geheilt vom Gleichartigen. Die gewöhnlich abführenden Substanzen können Verstopfung hervorrufen. Die Verstopfungsmittel üben unter Umständen dieselbe Wirkung aus, wie die entleerenden, und umgekehrt wird das entzündliche Fieber oft erzeugt, oft wieder unterdrückt durch das Gegenteil dessen, wodurch es hervorgebracht wurde.

So muss man je nach Natur und Ursprung der Krankheit bald durch das Gegenteilige, bald durch das Gleichartige einwirken«[Baisette, S. 218-219]