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Da unser Organisusm ein fließendes System ist, kann der Körper Schwächen durch Flussveränderungen, und Um-Leitungen ausgleichen. Diese Ausgleichsversuche nennt man Kompensation. Das Wort Kompensation kommt aus dem Lateinischen und ist eine Zusammensetzung aus der Silbe com- und pendere von dem auch das Wort Pensum entstammt.

Das Wort Pensum war ursprünglich die Menge, die einer Spinnerin als Tagesarbeit ausgewogen wurde. Dieses wiederum entstammt dem Ab-Wäge-Prozess. Es wurde hierbei die Menge der Wolle an eine Waage gehängt, und mit einem Gegengewicht ausgeglichen.

Die Silbe »-com«, macht aus dem »Ab-wägen«, ein »miteinander Ab-wägen«, da sie den Zusammenschluss, das Miteinander repräsentiert. (com = zusammen, miteinander). Und genau auf diese Weise entscheidet der Organismus, oder die Lebenskraft, bei einer Schwächung eines Organes oder Ogansystems, ob die Schwächung des Organsystems toleriert werden kann, oder ob sie durch die zusätzliche Belastung eines anderen Organsystems »kom-pensiert«, aus-gewogen werden sollte.

Auf diese Weise kann zum Beispiel eine defekte Niere, die nicht mehr voll leistungsfähig ist, über zusätzliche Arbeit von Lunge und Leber unterstützt werden, so dass die Schädigung der Niere lange Zeit kompensiert werden kann, da die anderen Organe die Arbeit der Niere mit übernehmen. Erst die Überschreitung der Kapazität der kompensierenden Organe bringt eine Krankheit mit sich, jedoch nicht unbedingt am »kranken Organ« selber, (hier die Niere), sondern an den Organen, die versucht haben die Nierenstörung auszugleichen.

Dies führte zur Behandlung der Ur-Organaffektion, eine Technik, die Rademacher aus paracelsischen Schriften herausgelesen hatte und sehr erfolgreich praktizierte.